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Aus der Gemeindemitteilung vom 07.08.2026

Schulanfang: Erneuter Appell zum Verzicht auf «Elterntaxi-Dienste»; Verlängerung der internen Schulsozialarbeit

Schulanfang: Erneuter Appell zum Verzicht auf «Elterntaxi-Dienste»

Kommenden Montag, 10. August, beginnt das neue Schuljahr. Die Schulleitung und die Lehrpersonen sowie der technische Dienst der Gemeinde tragen mit Hinweisen und zusätzlichen Einsätzen zu einem möglichst unfallfreien Schul- und Kindergartenweg bei. Die motorisierten Verkehrsteilnehmer werden um besondere Aufmerksamkeit gebeten.

Auch die Regionalpolizei Bremgarten sensibilisiert mit der «Aktion Schulbeginn» wiederum die Verkehrsteilnehmer für Gefahren auf dem Schulweg. Während zwei Wochen läuft die Aktion der Aargauer Regionalpolizeien, die verstärkte Präsenz auf den Schulwegen zeigt. Dabei will die Polizei auf die Kinder helfend Einfluss nehmen und sie auf Gefahren hinweisen. Weiter sollen rücksichtslose Fahrzeuglenker zur Rechenschaft gezogen und zu einer vernünftigen Fahrweise angehalten werden. Vor allem bei Kreuzungen und Strassenübergängen ist die Polizei präsent. Hintergrund ist die Tatsache, dass rund 40 Prozent aller schweren Verkehrsunfälle mit Kindern auf dem Schulweg stattfinden.

Wie Schulleiter Rudolf Etter diese Woche in seinem Brief an alle Eltern der rund 100 Eggenwiler Schulkinder erneut darauf hingewiesen hat, appelliert auch die Gemeindebehörde wiederholt und eindringlich an die Erziehungsberechtigten, auf «Elterntaxi-Dienste» zu verzichten. Elterntaxis sind ein Problem. Sie sind eine latente Gefahr für jene Kinder, die zu Fuss zur Schule kommen, und sie rauben noch dazu den chauffierten Kindern eine wertvolle Lebenserfahrung. Für zahlreiche Gemeinden ist der Umgang mit den Fahrdiensten von Erziehungsberechtigten eine Herausforderung – leider immer stärker auch in Eggenwil. So ist der Parkplatz vor dem Gemeindehaus inzwischen zu «Stosszeiten» komplett überfüllt und Parkier- und Wendemanöver gefährden die gleichzeitig zu Fuss eintreffenden Kinder. Verschärft wird die ohnehin schon problematische Situation durch die gegenwärtige Baustelleninstallation auf dem Schulareal und den damit notwendig gewordenen einstweiligen Wegfall der seitlichen Parkplätze für die Lehrpersonen, welche nun ihre Fahrzeuge ebenfalls direkt vor dem Gemeindehaus parkieren müssen.

Der Gemeinderat will, wenn immer möglich, auch künftig von entsprechenden Verboten absehen und zählt stattdessen weiterhin auf die Einsicht und das Verständnis der Elternschaft. Die Gemeindebehörde dankt den Erziehungsberechtigten für ihre Kooperation.

Verlängerung der internen Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit (SSA) ist in den Bereichen Beratung, Intervention, Prävention und Früherkennung tätig. Dazu nutzt sie Methoden der Sozialen Arbeit wie Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Präventions‐ und Projektarbeit. Die Schulsozialarbeitenden beraten und begleiten Kinder und Jugendliche bei persönlichen und sozialen Problemen und helfen diesen bei deren Bewältigung. Sie unterstützen Lehrpersonen und Schulleitungen sowie nach Bedarf auch Eltern und vermitteln weiterführende Kontakte zu anderen Fachstellen.

Die seit August 2025 befristete Anstellung von Simone Sol Koch, Klassenlehrperson der 5./6. Klasse, als interne Fachperson SSA hat sich im vergangenen Schuljahr bestens bewährt. Dank ihrer regelmässigen Präsenz und der niederschwelligen Erreichbarkeit konnten durch Einzel-, Gruppen- und fallweise Klassencoachings zahlreiche Konfliktsituationen sowie beginnende Mobbingprozesse frühzeitig erkannt und erfolgreich entschärft werden. Dadurch leistete die Schulsozialarbeit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Schul- und Klassenklimas sowie zur Entlastung der Lehrpersonen. Dementsprechend hat der Gemeinderat in Gutheissung des Antrags der Schulleitung die befristete Anstellung von Simone Sol Koch als Fachperson SSA um ein weiteres Schuljahr verlängert.

Auszug aus der Gemeindemitteilung vom 07.08.2026